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Donnerstag, 8. Februar 2018

Dramatischer Rückgang der Kiebitze im Raum Bielefeld/Gütersloh


Im Jahresbericht 55/2017 des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend erschienen die Ergebnisse der Wiesenvogelkartierung 2016. Frank Püchel-Wieling verzeichnet eine "dramatische Abnahme des Kiebitzes Vanellus vanellus im Kreis Gütersloh und in der Stadt Bielefeld".

Dienstag, 23. Januar 2018

Lutter-Grünzug als Chance für eine naturnahe Gewässerentwicklung nutzen


Lutter-Stauteich III: Wie kommt der Bach am Stau vorbei?
BUND nimmt Stellung zum Konzept für den Lutter-Grünzug

Bäche sind einzigartige, artenreiche Lebensräume. Im Netz der Grünflächen sind Bäche eine Bereicherung mit hohem Erlebniswert. Leider befindet sich ein Großteil der Bachläufe in Bielefeld aufgrund von Eingriffen in einem schlechten ökologischen Zustand. Dies gilt besonders für die Lutter. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschlands (BUND) setzt sich deshalb dafür ein, bei der Umgestaltung des Lutter-Grünzuges mehr Raum für eine naturnahe Entwicklung einzuräumen. Aus Sicht des BUND wäre das kein Widerspruch zur Nutzung der Lutter-Aue als Grünfläche für Freizeit und Erholung.

Freitag, 29. Dezember 2017

Wir haben Agrarindustrie satt - Demo am 20.1.2018 in Berlin - Busse aus OWL


Am 20. Januar 2018 schlagen Umwelt- und Naturschützer und Anhänger des Ökolandbaus im Zentrum von Berlin Alarm für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und gerechten Welthandel. Zum mittlerweile 8. Mal gehen sie auf die Straße und treten für die Agrar- und Ernährungswende ein. Aus Bielefeld, Detmold, Herford, Kalletal, Lage, Lemgo, Minden, Paderborn und Werther fahren Busse oder organisierte Bahnfahrgruppen nach Berlin.

Freitag, 15. Dezember 2017

BIO-Streuobstwiesen-Apfelsaft aus Lemgo ist Testsieger


Carolin Harbusch und Laura Dziachan absolvieren beim Biolandhof von Karla Ebert in Lemgo ein freiwilliges ökologisches Jahr. Im Rahmen eines Seminars hatten sich die beiden für die Vorstellung ihrer Arbeit etwas Besonderes ausgedacht. Eine Blindverkostung von 5 verschiedenen naturtrüben Apfelsäften. 25 Teilnehmer kürten dabei den BIO-Streuobstwiesen-Apfelsaft aus Lemgo zum Testsieger.

Donnerstag, 23. November 2017

Bielefeld natürlich – Stoppt den Flächenfraß!

Die Bürgerinitiative "Bielefeld natürlich" informierte in einer Veranstaltung am 20.11.2017 in der Andreaskirche in Bielefeld-Babenhausen über die Planungen der Stadt Bielefeld rund um den "Campus Nord" und das sog. Ortsentwicklungskonzept Babenhausen. Vor rund 60 Teilnehmern, überwiegend aus den betroffenen Stadtbezirken, sprachen zwei Referenten der Bürgerinitiative und ein Landwirt aus Jöllenbeck als Vertreter des Landwirtschaftsverbandes.

Mittwoch, 15. November 2017

Wo bleibt die Umwelt, Frau Ministerin?

Bund für Umwelt und Naturschutz kritisiert NRW-Agrarministerin Schulze Föcking

Bernd Meier-Lammering, Biologe und Sprecher des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zeigte sich erschrocken über die Äußerungen von Frau Schulze Föcking auf dem Kreisverbandstag der Landwirte. "Ich hätte doch von einer Umweltministerin deutlich mehr Objektivität erwartet" so Meier-Lammering. Es sei für den BUND völlig unverständlich, wie sie den negativen Einfluss der Intensivlandwirtschaft auf die Biodiversität absolut verleugne. "Man braucht kein Biologe und Wissenschaftler zu sein, sondern nur mit offenen Augen und Ohren durch die Landschaft gehen, um festzustellen, dass fast überall die Lerchen verstummt sind, man so gut wie keine Rebhuhnketten mehr sieht und man nur noch an ganz wenigen Stellen das Kiwitt der Kiebitze vernehmen kann", erläutert der Kreisgruppensprecher.


Freitag, 18. August 2017

Website "Bielefelder Bäche" ist online

Johannisbach-Mäander in Bielefeld, unterhalb des Obersees

Nach den Bäumen die Bäche: Der BUND Bielefeld hat sich vorgenommen, die über 70 Bielefelder Bäche auf einer neuen Website "Bielefelder Bäche" zu porträtieren. Das erste veröffentlichte Porträt gilt dem Gellershagener Bach. Kein Zufall, denn das ist der Patenbach des BUND Bielefeld, an dem die Naturschützer im Sommer 2017 mit praktischen Renaturierungsarbeiten begonnen haben.
Die Website erschien mit freundlicher Unterstützung des Bielefelder IT-Kompetenznetzwerks BIKONET.

Kontakt: Jens Jürgen Korff
Tel. 0521/ 3043 6987
jens.korff<at>bund.net

Freitag, 21. Juli 2017

Planen und Bauen für die Zukunft - Was können wir tun?

Gütersloh: Zu dem brisanten Thema hatten die Gemeinschaft für die Natur Gütersloh (GNU) und die Stiftung für die Natur Ravensberg zu einer Podiumsdiskussion geladen. Während der vielfältigen Diskussion am 12. Juli 2017 mit Vertretern der IHK, der Landwirtschaft, der Naturschutzverbände und der Behörden im Kreishaus Gütersloh wurde klar: Die größte Herausforderung der Zukunft, gerade auch in Ostwestfalen-Lippe, ist der Flächenverbrauch und der Umgang mit ihm. Dabei ist die Anzahl an ausbaufähigen Vorschlägen groß und es liegt nun daran, diese umzusetzen.

Von Kleidern und Menschen


Das faire Festival für Bielefeld geht in diesem Jahr unter dem Motto “Nutze Deine Ressourcen” in die zweite Runde. Mit großartigen Bands und Dj‘s, schmackhaftem Essen und Getränken, interessanten Vorträgen und Workshops sowie unterschiedlichsten Ständen und Mitmachaktionen ist ein fulminantes Festivalerlebnis der besonderen Art geboten! Der Stand des BUND Bielefeld stand unter dem Thema: "Von Kleidern und Menschen - Der wahre Preis unserer Mode".

BUND-Tipp: Kräuterspirale anlegen

Kräuterspirale

Heutzutage sind die Grundstücke wegen der hohen Grundstückspreise meist klein geraten. Wer dennoch einen Nutzgarten anlegen möchte, muss versuchen den vorhandenen Raum optimal zu nutzen. Dazu gehört z.B. ein Hochbeet und eine Kräuterspirale. 


Petition: Vogelfreundliche Architektur im Kreis Minden-Lübbecke

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 18 Millionen Vögel durch Kollisionen mi Glas. Doch das muss nicht sein! Denn Gebäude können schon vor der Baugenehmigung vogelfreundlich geplant werden.

Transparente und spiegelnde Bauelemente sind ein unsichtbares Hindernis für Vögel. Der sogenannte "Vogelschlag an Glas" ist eines der größten Vogelschutz-Problematiken unserer Zeit. Dieses könnte durch eine vogelfreundliche Bauweise leicht verhindert werden und den unnötigen Tod vieler Vögel unterbinden. Dafür müssen geltende Gesetze vor Ort lediglich umgesetzt und das Vollzugsdefizit beseitigt werden:
§ 44 (1) Nr. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes verbietet das Töten oder Verletzen wild lebender, besonders geschützter Tierarten. Zu diesen gehören alle in Deutschland wildlebenden Vögel.
§1 (6) Baugesetzbuch: "zu berücksichtigen: 7. ... die Auswirkungen auf Tiere, ... und die biologische Vielfalt, ..."

Mittwoch, 12. Juli 2017

Veranstaltung: Planen und Bauen für die Zukunft - Was können wir tun?

Pro Tag werden in NRW rund zehn Hektar versiegelt. Der Kreis Gütersloh gehört zu den
53 Kreisen und kreisfreien Städten im Land, wo besonders viel naturnahe Fläche verloren
geht: jeden Tag ein halber Hektar. Nach Angaben des Landes waren 1992 knapp 17.000
Hektar im Kreis Gütersloh als Verkehrs- und Siedlungsfläche verzeichnet – 2014 waren es
schon über 21.000 Hektar, ein Fünftel des Kreisgebietes. Für die Landwirtschaft ist die
zunehmende Überbauung von Boden existenzbedrohend. Die Wirtschaft möchte
bedarfsgerechten und marktfähigen Freiraum für Gewerbe und Industrie. Sie versteht dies
als Daseinsvorsorge. Kreise und Kommunen wollen nachhaltig zwar handeln, unterliegen
aber im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen vielfach tatsächlichen oder
vermeintlichen Zwängen. Die Gemeinschaft für Natur und Umweltschutz e.V. und die Stiftung für die Natur Ravensberg wollen das Thema diskutieren und laden dazu für Mittwoch, den 12. Juli 2017 um 18 Uhr zu einer öffentlichen Diskussion in das Kreishaus Gütersloh ein.

Montag, 10. Juli 2017

"IHK will Feuer mit Öl löschen"

Naturschützer kritisieren Forderungen der Industrie- und Handelskammer zum Ausbau der OWL-Verkehrsinfrastruktur. Bestand sichern und erhalten statt kostspieliger Neubau und Erweiterung

 Vehement wendet sich die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL  gegen die einseitige Bevorzugung des Straßenverkehrs  im Forderungskatalog der Industrie- und Handelskammer OWL zu Bielefeld (IHK). In dem Papier „Mobilität ist Zukunft“ werden 12 große Neu- und Ausbauprojekte im Verkehrsbereich gefordert, darunter allein 8 Straßenbaumaßnahmen. „Da wollen die Wirtschaftsvertreter Feuer mit Öl löschen, indem sie immer mehr und immer größere Straßen wünschen“, meint dazu Karsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz OWL. „Das zieht nur neuen Verkehr an und vergrößert das Problem unter großen Verlusten an Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze, anstatt es einer Lösung näher zu bringen.“

Donnerstag, 22. Juni 2017

Kaltblüter mähen die Streuobstwiese beim BUND Lemgo

Erhard Schroll vom Biolandbetrieb Hasenbrede mit den Kaltblütern Eibe und Ella
Foto: Karla Eber

Naturschutzarbeiten mit Pferden auf den Streuobstwiesen der Lemgoer Gruppe im BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland am Lindenhaus in Lemgo sind seit Jahren Alltag. 

Donnerstag, 25. Mai 2017

Plastikdeckel sammeln in Lippe: Jeder Deckel zählt

von links: Ferdinand Josef Aßmuth (Leopoldapotheke), Prof. Dr. Lucia Mühlhoff (Rotary-Club), Willi Hennebrüder (BUND Lemgo)
Foto: BUND Lemgo

Unter diesem Motto läuft eine bundesweite Sammelaktion, bei der Kunststoffdeckel von Plastikflaschen und Getränken (Tetra Pak) gesammelt werden. Die Kunststoffverschlüsse bestehen aus Polyethylen (HDPE) oder Polypropylen (PP), einem hochwertigen und recyclingfähigem Material, das nach dem Schreddern als Regranulat für beispielsweise Plastikflaschen oder Plastikrohre verwendet werden kann. Fremdstoffe wie Kronkorken dürfen nicht in die Sammlung gelangen.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Klimaschutz mit neuen Straßen? Werner Reh in Lage

Die Bürgerinitiative B239n Nein Danke und der Bund fürUmwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) laden zu einem Vortrag mit dem Titel: „Klimaschutz mit neuen Straßen?“ Dr. Werner Reh, Verlehrsexperte des BUND-Bundesverbands, klärt über Hintergründe des Bundesverkehrswegeplans auf. Darin sind mehr als 2000 Projekte aufgeführt, überwiegend neue Straßen und Verbreiterungen von Straßen, mit einem geschätzten Finanzbedarf von rund 265 Mrd €. - Die Veranstaltung wurde auf Freitag, den 23. Juni 2017 verschoben!

Freitag, 5. Mai 2017

Blumen statt Rasenschnitt am Gellershagener Bach

Aktive des BUND Bielefeld und Nachbarn beseitigen Gartenabfälle am Gellershagener Bach. Foto: Niemeyer-Lüllwitz

Mehrere Aktive der BUND-Gruppe Bielefeld haben gemeinsam mit Nachbarn zur Heugabel gegriffen und aufgeräumt: Auf einer Wiese an der Straße Altenbrede lagerten offenbar seit Jahren größere Mengen Gartenabfälle. In Abstimmung mit dem Umweltamt der Stadt, das eine Mulde und eine Restmülltonne bereit stellte, räumten die Naturschützer auf.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Zerstörung intakter Flusslandschaft für Hochwasserschutz am Fluss Bega in Lemgo

Abholzungen an der Bega bei Lemgo, März 2017 (Foto: Hennebrüder)

Die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Bega mit den radikalen Eingriffen werden u.a. mit den Folgen des Klimawandels und den prognostizierten häufigeren Starkregenereignissen begründet. Da stellt sich doch die Frage, ob man nicht besser große Teile der Gelder zur Ursachenbekämpfung, also für Maßnahmen des Klimaschutzes ausgibt?

Dienstag, 2. Mai 2017

Honigbienen und Wildbienen in Gefahr

Die Lemgoer Gruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland macht auf die zunehmenden Gefahren von Honigbienen und Wildbienen aufmerksam. Aktuell zeigt der Klimawandel die von den Wissenschaftlern vorausgesagten Schwankungen bei den Temperaturen. Ein warmer Winter und im März ein neuer Wärmerekord. Beides hat zu einer vorzeitigen Blüte beim Obst und beim Raps geführt.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Bauernregeln: Steht das Schwein auf einem Bein...

Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm.
Neue Bauernregel Nr. 4 (2017), vom Bauernverband unterdrückt.

Das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz hat im Februar 2017 eine Informations- und Diskussionskampagne über Umweltprobleme der Landwirtschaft begonnen. Dazu gehörten auch zehn witzige "neue Bauernregeln", die die wichtigsten Umweltprobleme auf konventionellen Äckern und Höfen aufs Korn nehmen: Tierquälerei bei der Schweinehaltung, Wasserbelastung durch zu viel Dünger, Artenschwund durch Agrargifte und Maisäcker. Mit einer inszenierten Medienkampagne schaffte es der Bauernverband jedoch, Umweltministerin Barbara Hendricks zum Rückzug zu zwingen: Die Bauernregeln verschwanden aus dem Webauftritt www.neue-bauernregeln.de , das Ministerium stampfte seine geplante Plakatkampagne ein. Hier sind alle zehn vom Bauernverband unterdrückten "neuen Bauernregeln". Für Umwelt- und Naturschützer lohnt es sich, sie weiterzuverbreiten und so den Zensoren vom Bauernverband ein Schnippchen zu schlagen.