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Donnerstag, 8. Februar 2018

Dramatischer Rückgang der Kiebitze im Raum Bielefeld/Gütersloh


Im Jahresbericht 55/2017 des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend erschienen die Ergebnisse der Wiesenvogelkartierung 2016. Frank Püchel-Wieling verzeichnet eine "dramatische Abnahme des Kiebitzes Vanellus vanellus im Kreis Gütersloh und in der Stadt Bielefeld".

Freitag, 21. Juli 2017

Petition: Vogelfreundliche Architektur im Kreis Minden-Lübbecke

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 18 Millionen Vögel durch Kollisionen mi Glas. Doch das muss nicht sein! Denn Gebäude können schon vor der Baugenehmigung vogelfreundlich geplant werden.

Transparente und spiegelnde Bauelemente sind ein unsichtbares Hindernis für Vögel. Der sogenannte "Vogelschlag an Glas" ist eines der größten Vogelschutz-Problematiken unserer Zeit. Dieses könnte durch eine vogelfreundliche Bauweise leicht verhindert werden und den unnötigen Tod vieler Vögel unterbinden. Dafür müssen geltende Gesetze vor Ort lediglich umgesetzt und das Vollzugsdefizit beseitigt werden:
§ 44 (1) Nr. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes verbietet das Töten oder Verletzen wild lebender, besonders geschützter Tierarten. Zu diesen gehören alle in Deutschland wildlebenden Vögel.
§1 (6) Baugesetzbuch: "zu berücksichtigen: 7. ... die Auswirkungen auf Tiere, ... und die biologische Vielfalt, ..."

Donnerstag, 23. Februar 2017

Bauernregeln: Steht das Schwein auf einem Bein...

Haut Ackergift die Pflanzen um, bleiben auch die Vögel stumm.
Neue Bauernregel Nr. 4 (2017), vom Bauernverband unterdrückt.

Das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz hat im Februar 2017 eine Informations- und Diskussionskampagne über Umweltprobleme der Landwirtschaft begonnen. Dazu gehörten auch zehn witzige "neue Bauernregeln", die die wichtigsten Umweltprobleme auf konventionellen Äckern und Höfen aufs Korn nehmen: Tierquälerei bei der Schweinehaltung, Wasserbelastung durch zu viel Dünger, Artenschwund durch Agrargifte und Maisäcker. Mit einer inszenierten Medienkampagne schaffte es der Bauernverband jedoch, Umweltministerin Barbara Hendricks zum Rückzug zu zwingen: Die Bauernregeln verschwanden aus dem Webauftritt www.neue-bauernregeln.de , das Ministerium stampfte seine geplante Plakatkampagne ein. Hier sind alle zehn vom Bauernverband unterdrückten "neuen Bauernregeln". Für Umwelt- und Naturschützer lohnt es sich, sie weiterzuverbreiten und so den Zensoren vom Bauernverband ein Schnippchen zu schlagen. 

Dienstag, 19. April 2016

20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz - „Erfolgreich, aber auch konfliktreich“

Kontroverse Diskussion mit Umweltminister Remmel über Ausbau der Windkraft

Seit 1996 existiert die Bezirkskonferenz Naturschutz in OWL - ein landesweit lange Zeit einmaliges Gremium (es gibt nur eine vergleichbare Einrichtung im Regierungsbezirk Münster). Die jährlich tagende Konferenz wurde gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen ehren-und hauptamtlichen Vertretern des Natur- und Landschaftschutzes in der Region zu stärken. Als Sprecher ist seit vielen Jahren Karsten Otte aktiv, Obstbauer aus dem Kreis Herford. Die Geschäftsführung liegt bei der Bezirksregierung, deren Chefin die Tagung mit den Worten „20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz waren mitunter konfliktreich - aber auch erfolgreich!“ eröffnete. Ihre Anwesenheit über den gesamten Verlauf der Veranstaltung und der Besuch des Ministers aus Düsseldorf  noch am späteren Abend zeigt die Wertschätzung dieses breit aufgestellten Gremiums.

Montag, 11. April 2016

Vogelnistkästen an sicherem Platz anbringen oder schützen

Im April beginnen fast alle Vogelarten damit Nachwuchs heranzuziehen. Der BUND Lippe weist darauf hin, dass Nistplätze dabei vielen Gefahren ausgesetzt sind. So nimmt in Deutschland der Bestand an Katzen seit Jahren zu. Für unsere Vogelwelt bedeutet dies ein erhöhtes Risiko. Experten gehen inzwischen von einem Bestand von rund 8,4 Millionen Katzen inkl. ca. 2 Millionen verwilderter Hauskatzen aus, berichtet der Kreisverband Lippe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Doch es gibt katzensichere Nistkästen.

Montag, 1. Februar 2016

Glas, der unsichtbare Tod für Vögel

Judith Förster referiert in Höxter über Vogelschutz an Glasfassaden.
Foto: Hanns-Dieter Mitzka


In einem interessanten Vortrag in Höxter berichtete Dr. Judith Förster im Vorfeld der Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Höxter desBundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., welche Gefahr Glas für Vögel bedeutet: 250.000 - so viele Vögel verenden täglich nach Schätzungen etwa in Europa durch den Aufprall an Glas. Entweder sterben sie direkt oder aber später an den inneren Verletzungen, die sie sich durch den Aufprall zugezogen haben.

Freitag, 3. Juli 2015

Der Habicht – Botschafter der Wildnis und Vogel des Jahres 2015


Habicht bei der Jagd. Foto: Bernhard Brautlecht, NABU Blomberg
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat den Habicht zum Vogel des Jahres 2015 erklärt. Kaum eine Art eignet sich als Repräsentant der Vogelwelt besser als der Habicht. Ein wunderbares Bild von Schönheit, Wildheit, Kraft und Stolz. Nicht alle Menschen haben das ebenso empfunden. Jahrhundertelang wurde der Habicht diffamiert, verfolgt und getötet.

Donnerstag, 9. Januar 2014

NABU Lippe bewertet die Naturschutzziele im Koalitionsvertrag

Gefährdete Orchideenart: die Bienen-Ragwurz (Foto: NABU Lippe/Thies)
Der Schutz und die Bewahrung der natürlichen Schöpfung, so heißt es im neuen Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, erhält unsere elementare Lebensgrundlage und ist Teil unserer Verantwortung für künftige Generationen. Und weiter: Umweltschutz ist für uns eine Investition in Lebensqualität, auf die alle Menschen einen Anspruch haben. Das erklärte Ziel soll dabei sein, den Naturreichtum zu erhalten und die Artenvielfalt unserer Heimat zu bewahren. Für den NABU Lippe ist das begrüßenswert – und auch dringend notwendig, zumal die Realität zeigt, dass wirklich dringender Handlungsbedarf besteht.