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Samstag, 1. Juni 2019

Flughafen Paderborn: Die Kasse bleibt zu!

Die Betonindustrie liebt sie: überflüssige Flughäfen wie Kassel-Calden

Die Forderung der Industrie- und Handelskammern und des Paderborner Landrats Manfred Müller, die kommunalen Zuschüsse für den defizitären Flughafen Paderborn/Lippstadt zu erhöhen, ist unverschämt und in Zeiten des Klimawandels völlig weltfremd. Das erklärt Jens Jürgen Korff, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in OWL.

Freitag, 10. Mai 2019

BUND unterstützt Radentscheid Bielefeld

Ein Schwerpunktthema der Mitgliederversammlung des BUND Bielefeld am 4. Mai 2019 war das Thema Verkehrswende in Bielefeld. Mit einer Resolution beschloss die Versammlung eine Unterstützung des „Radentscheid Bielefeld“. Zwar begrüßt der BUND die Absichtserklärung der Stadt Bielefeld zu einer Verkehrswende. Aus Sicht des BUND ist die Stadt aber von einer Umsetzung ihrer Ziele weit entfernt. „Bei den für den Straßenverkehr bereit gestellten Haushaltsmitteln ist eine deutliche Verschiebung vom motorisierten Individualverkehr in Richtung Radverkehr geboten“, heißt es dazu in der beschlossenen Resolution. Um die Verkehrswende in Bielefeld mit voranzubringen, schließt sich die BUND-Kreisgruppe dem Mobilitäts-Netzwerk „Mobi-Netz“ und dem geplanten Aktionsbündnis „Gemeinsam für ein lebenswertes Bielefeld – Mutiges Ja zur Verkehrswende“ an.

Mehr dazu auf bund-bielefeld.de

Montag, 6. Mai 2019

ADAC: Nichts als Zement aus diesen Köpfen

Leserbrief zum Artikel "ADAC gegen Autobahn-Tempolimit" in der NW Mittwoch/Donnerstag, 1./2. Mai 2019, Seite Wirtschaft

Nichts anderes als Zement ist zu erwarten aus diesen Köpfen. Die unbeschränkte Autobahn als Sinnbild von Freiheit. Auf der Ebene der Vernunft ist längst alles gesagt: Die Unfallhäufigkeit würde sinken, der Schadstoffausstoß ebenfalls. Die Zeitersparnis steht in keinem Verhältnis zu Risiken und Nebenwirkungen. Und so ist 2019 die Mehrheit der Deutschen für ein Tempolimit (forsa 52%, „Die Welt“ 63%). Unsere „Gelben“ derweil: wieder als „Engel“ salonfähig, der Betrugsskandal von 2015 längst vergessen. Die Mitgliederzahlen steigen, neue Geschäftsräume können finanziert werden. Diesem buchstäblich fossilen Autoclub sollten wir keine Bühne geben. Dem ADAC muss man nicht beitreten. Es gibt auch vorbildliche Verkehrsverbände, die auf der Straße helfen.

Petra Schepsmeier, Fröbelstraße 10, Bielefeld

Donnerstag, 23. November 2017

Bielefeld natürlich – Stoppt den Flächenfraß!

Die Bürgerinitiative "Bielefeld natürlich" informierte in einer Veranstaltung am 20.11.2017 in der Andreaskirche in Bielefeld-Babenhausen über die Planungen der Stadt Bielefeld rund um den "Campus Nord" und das sog. Ortsentwicklungskonzept Babenhausen. Vor rund 60 Teilnehmern, überwiegend aus den betroffenen Stadtbezirken, sprachen zwei Referenten der Bürgerinitiative und ein Landwirt aus Jöllenbeck als Vertreter des Landwirtschaftsverbandes.

Freitag, 21. Juli 2017

Planen und Bauen für die Zukunft - Was können wir tun?

Gütersloh: Zu dem brisanten Thema hatten die Gemeinschaft für die Natur Gütersloh (GNU) und die Stiftung für die Natur Ravensberg zu einer Podiumsdiskussion geladen. Während der vielfältigen Diskussion am 12. Juli 2017 mit Vertretern der IHK, der Landwirtschaft, der Naturschutzverbände und der Behörden im Kreishaus Gütersloh wurde klar: Die größte Herausforderung der Zukunft, gerade auch in Ostwestfalen-Lippe, ist der Flächenverbrauch und der Umgang mit ihm. Dabei ist die Anzahl an ausbaufähigen Vorschlägen groß und es liegt nun daran, diese umzusetzen.

Montag, 10. Juli 2017

"IHK will Feuer mit Öl löschen"

Naturschützer kritisieren Forderungen der Industrie- und Handelskammer zum Ausbau der OWL-Verkehrsinfrastruktur. Bestand sichern und erhalten statt kostspieliger Neubau und Erweiterung

 Vehement wendet sich die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL  gegen die einseitige Bevorzugung des Straßenverkehrs  im Forderungskatalog der Industrie- und Handelskammer OWL zu Bielefeld (IHK). In dem Papier „Mobilität ist Zukunft“ werden 12 große Neu- und Ausbauprojekte im Verkehrsbereich gefordert, darunter allein 8 Straßenbaumaßnahmen. „Da wollen die Wirtschaftsvertreter Feuer mit Öl löschen, indem sie immer mehr und immer größere Straßen wünschen“, meint dazu Karsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz OWL. „Das zieht nur neuen Verkehr an und vergrößert das Problem unter großen Verlusten an Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze, anstatt es einer Lösung näher zu bringen.“

Donnerstag, 11. Mai 2017

Klimaschutz mit neuen Straßen? Werner Reh in Lage

Die Bürgerinitiative B239n Nein Danke und der Bund fürUmwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) laden zu einem Vortrag mit dem Titel: „Klimaschutz mit neuen Straßen?“ Dr. Werner Reh, Verlehrsexperte des BUND-Bundesverbands, klärt über Hintergründe des Bundesverkehrswegeplans auf. Darin sind mehr als 2000 Projekte aufgeführt, überwiegend neue Straßen und Verbreiterungen von Straßen, mit einem geschätzten Finanzbedarf von rund 265 Mrd €. - Die Veranstaltung wurde auf Freitag, den 23. Juni 2017 verschoben!

Dienstag, 19. April 2016

20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz - „Erfolgreich, aber auch konfliktreich“

Kontroverse Diskussion mit Umweltminister Remmel über Ausbau der Windkraft

Seit 1996 existiert die Bezirkskonferenz Naturschutz in OWL - ein landesweit lange Zeit einmaliges Gremium (es gibt nur eine vergleichbare Einrichtung im Regierungsbezirk Münster). Die jährlich tagende Konferenz wurde gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen ehren-und hauptamtlichen Vertretern des Natur- und Landschaftschutzes in der Region zu stärken. Als Sprecher ist seit vielen Jahren Karsten Otte aktiv, Obstbauer aus dem Kreis Herford. Die Geschäftsführung liegt bei der Bezirksregierung, deren Chefin die Tagung mit den Worten „20 Jahre Bezirkskonferenz Naturschutz waren mitunter konfliktreich - aber auch erfolgreich!“ eröffnete. Ihre Anwesenheit über den gesamten Verlauf der Veranstaltung und der Besuch des Ministers aus Düsseldorf  noch am späteren Abend zeigt die Wertschätzung dieses breit aufgestellten Gremiums.

Donnerstag, 7. April 2016

Stadtautobahn B66n durch die Bielefelder Oststadt wieder aus der Versenkung aufgetaucht!

Die Planungen zu einer vierspurigen Stadtautobahn (B66n) – quer durch Bielefeld – wurden, da unsinnig, bereits vor vielen Jahren vom Bundestag verworfen. Doch nun gibt es eine Neuauflage des Vorhabens. Auf Betreiben der Industrie- und Handelskammer (IHK) steht die B 66n im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030, der am 16. März 2016 veröffentlicht wurde – und zwar in der Kategorie „vorrangiger Bedarf“. Bürgerinitiative gegen B66n, BUND Kreisgruppe Bielefeld und VCD OWL rufen zu einer Trassenbegehung am 13. April und zu Stellungnahmen auf.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Die achtspurige A2 - Traum aller Betonköpfe

A 2 bei Herford: IHK und FDP hätten es gerne breiter. Foto: Teutoblicke

Eine ganze NW-Seite hatten Harald Grefe (IHK) und der allgegenwärtige Kai Abruszat (FDP) am 19.9.2015 zur Verfügung, um unter der Überschrift „Die Lebensader der Region“ ihre Betonpropaganda für eine Verbreiterung der Autobahn 2 auf acht Spuren auszubreiten. Es gab keine einzige kritische Frage, keine einzige Gegenstimme. Das sei hiermit nachgeholt.

Donnerstag, 16. April 2015

Lesung: Die dümmsten Sprüche aus Politik, Kultur und Wirtschaft und wie Sie gepflegt widersprechen

„Flughäfen sind Jobmaschinen“, sagt Roland Koch – Lesung am 7. Mai in Bielefeld


Der BUND Bielefeld lädt anlässlich seiner Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 7. Mai, zu einem öffentlichen Vortrag ein. Es wird eine Lesung mit szenischen Elementen und (hoffentlich) angeregten Diskussionen.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Film: Die Zerstörung des Isentals in Bayern

Die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung hat mit einem Kurzfilm eindrucksvoll dargestellt, wie das Isental, eines der letzten weitgehend erhalten gebliebenen bayerischen Flusstallandschaften, durch den Bau der Autobahn 94 zerstört wurde. Zum Film „Heimat: Zerstört - Die Isentalautobahn A94“ 

Mittwoch, 18. Februar 2015

Straßenbau: Bedarfsermittlung und Ausführung trennen

Bezirkskonferenz: neue NRW-Verkehrspolitik muss endlich nachhaltig werden

Hiddenhausen. // Die Bezirkskonferenz Naturschutz in OWL fordert vom Land eine vollkommene Neuausrichtung der nordrhein-westfälischen Straßenbaubehörde. Der Landesbetrieb Straßen.NRW sollte seine personellen und finanziellen Kapazitäten zukünftig weitestgehend in die Unterhaltung der bestehenden Infrastruktur sowie die  Beseitigung der enormen ökologischer Schäden stecken. Damit reagiert die Bezirkskonferenz auf die Pläne der Landesregierung, den Landesbetrieb neu zu strukturieren und angeblich wettbewerbsfähiger zu machen.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Flächenfraß auf Null – eine Idee mit guten Gründen

Hintergründe zur Aktion "Zero Hectare - Flächenfraß auf Null" der Bezirkskonferenz Naturschutz OWL und der Künstlergruppe Art at WORK im Juni 2014

Die Bezirkskonferenz Naturschutz OWL hat am 14. Februar 2014 entsetzt auf die Stimmen aus vielen Kommunen und aus der Wirtschaft reagiert, den Flächenverbrauch  in der Region ungebremst fortsetzen zu wollen. In ihrem Entwurf zum Landes-Entwicklungsplan (LEP) hat die Landesregierung das Ziel verkündet, den Flächenverbrauch im Land NRW bis 2020 von derzeit 10 auf im Durchschnitt 5 Hektar am Tag zu begrenzen. Warum Flächenfraß schlimm ist, warum er nicht sein muss, und was man dagegen tun kann.

Freitag, 7. März 2014

Rotgrüne Länder NRW und Niedersachsen setzen auf Straße statt Bahn

Nicht die A 2, sondern Bahnstrecken müssen zu ihrer Entlastung ausgebaut werden

Steinhagen. // Das „OWL-Bündnis gegen überflüssigen Straßenbau“* kritisiert das Vorhaben, die Autobahn 2 achtspurig auszubauen. „Das Bauprojekt ist ein weiteres Beispiel für die kreativlose Verkehrspolitik von Straßenplanern und Verkehrspolitikern“, sagt die Sprecherin des Bündnisses, Marion Ernsting. „Die milliardenschweren Pläne sind angesichts leerer Kassen ein Wolkenkuckucksheim." Ernsting wirft den rotgrünen Landesregierungen in Düsseldorf und Hannover vor,  in die falsche Richtung zu investieren. Stattdessen sollten die Gelder im Verkehrsetat für die Instandsetzung maroder Straßen und Brücken verwendet werden. 

Dienstag, 11. Februar 2014

Bundesverkehrswegeplan 2015 – ein Aberwitz

NRW plant 190 Kilometer neue Straßen in OWL für 650 Millionen Euro
Steinhagen. // NRW setzt weiterhin auf viele überflüssige Straßen.  Das ist angesichts Finanznöte und Ressourcenknappheit ein Aberwitz. Trotz großer Ankündigung der Landesregierung ist keine verkehrs- und klimapolitische Mobilitätswende zu sehen. So umfasst der Vorschlag von NRW-Verkehrsminister Groschek zum Bundesverkehrswegeplan 2015 insgesamt 279 Projekte mit 72 neuen Fernstraßen. Rund 50 liegen in Ostwestfalen-Lippe – darunter vier Autobahnabschnitte.

„Das sind 190 Kilometer neue Straßen in unserer Region, die schätzungsweise über 650 Millionen Euro kosten. Dabei ist der Nutzen vieler Straßen äußerst fraglich“, sagt Marion Ernsting, Sprecherin des „OWL-Bündnisses gegen überflüssigen Straßenbau“. Der Zusammenschluss von rund 30 Verbänden und Bürgerinitiativen ist entsetzt vom Vorgehen des Landes.

Montag, 16. September 2013

Ohne Auto mobil: Autofrei zwischen Bielefeld und Herford am 29. September 2013

Autofreie B 61 vor dem Briefverteilzentrum Herford, Sept. 2011

Bielefeld/Herford: Zum dritten Mal laden die Städte Bielefeld und Herford zum autofreien Sonntag ein: Am 29. September 2013 wird eine rund 20 km lange Strecke, darunter große Teile der B 61 (Herforder bzw. Bielefelder Straße), von 10 bis 18 Uhr für Autos gesperrt. Freie Fahrt in voller Breite für Radler, Skater, Rollifahrer und andere Nichtstinker und Nichtlärmer. Startpunkte sind der Ravensberger Park in Bielefeld und der Fürstenauplatz in Herford. BUND Bielefeld und BUND Herford beteiligen sich mit eigenen Aktionen zum Thema Bäume und zum Thema Lutter/Johannisbach/Aa.

Montag, 10. Juni 2013

"Das grüne Fernglas": Positivpreis der Umwelt- und Naturschützer?



Die BUND-Regionalgruppe Detmold hat die Auslobung eines Preises diskutiert, den die Regionalgruppe ähnlich wie die Kreisgruppe Herford in Zukunft jährlich oder alle zwei Jahre vergeben sollte; Titel z. B. „das grüne Fernglas“ für eine ökologisch weitsichtige Entscheidung. Ob die Aufspaltung in einen Positiv-Preis (analog zur „Eule“ im Kreis Herford) und einen Negativ-Preis (analog zur „Rostigen Gartenschere“ im Kreis Herford) zweckmäßig ist, blieb zunächst umstritten.

Montag, 22. April 2013

Klage gegen Rennstrecke Bilster Berg gescheitert



Die Klage des BUND gegen die vor der Eröffnung stehende Autorennstrecke auf dem Bilster Berg bei Bad Driburg (Kreis Höxter) wurde leider vom Verwaltungsgericht Minden abgewiesen. BUND-Landesvorsitzender Paul Kröfges kommentierte: "Wir sind tief enttäuscht und sehen dies als weiteren Schlag gegen Natur- und Landschaftsschutz in OWL. Hier hat das große Geld zugeschlagen." Im Foto von links: Paul Kröfges (BUND-Landesorsitzender), Dr. Matthias Schreiber (Gutachter), Uwe Rottermund (BUND-Kreisgruppe Höxter), Rechtsanwalt Dr. Frank Niederstadt, Dr. Uli Kros (IG Ruhe am Bilster Berg).

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Gefährlicher Domino-Effekt durch A 33

Zur Teilstück-Eröffnung: OWL-Bündnis warnt vor Folgen der Autobahn

Bielefeld. Vor einem gefährlichen Domino-Effekt durch die A 33 warnt das Bündnis gegen überflüssigen Straßenbau in Ostwestfalen-Lippe anlässlich der Einweihung des Teilstücks im Bielefelder Süden. Sprecherin Marion Ernsting hält den Jubel angesichts der Eröffnung für verfehlt: „Diese Autobahn zieht weitere Straßen nach sich - und weiteren Verkehr. Der immer wieder propagierte Entlastungseffekt ist zum größten Teil einfach nur gut vermarktetes Wunschdenken.“